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Lust auf einen kleinen Wiesplacken-Spaziergang?

 

Beim Eintritt in den Hausgarten wird man begrüßt vom Duft der Rugosa-Rose'Schneekoppe'. In der Drachenstube unter der großen Korkenzieherhasel grüßen im Frühling bunte Lenzrosen im gelben Bett der ersten Winterlinge, bevor die Funkien ihre schönen Blätter entfalten. Von November bis in den April duften auf der Wiese die rosa Winterschneeballblüten (Viburnum bodnadnense 'Dawn') und ab Januar leuchten die gelben Blüten der Zaubernuss (Hamamelis mollis), ihr Laub ist wie die außergewöhnlichen Blätter des Ginko-Baumes (Ginkgo biloba) im Herbst golden gefärbt. Die filigranen Blätter des Gold-Lederhülsenbaumes (Gleditsia triacanthos 'Sunburst') sind während des Sommers goldgelb.

Auf der Terrasse vor dem Haus um den großen Tisch mitten in dem Duft der vielen Pelargonien trifft sich die ganze Familie, Freunde und Bekannte. Die Ecke mit der Pergola vor dem Wohnzimmerfenster ist abends einer unserer Lieblingsplätze. Im geschützten Sonnenbeet gedeihen leuchtende Strauchrosen und unsere kostbaren Strauchpfingstrosen.
Im Kräuterbeet finden nun auf 1,50 m x 2,40 m Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie Sauerampfer und Zitronenmelisse genügend Platz, und wir haben alles in greifbarer Nähe.
Im Durchgang
 an der Rückseite des Wohnhauses klettern eine alte 'Müller Thurgau'-Weinrebe und die kleinfrüchtige Kiwi 'Weiki' die warme Wand empor. Zwei weitere Weinreben mit blauen und roséfarbenen Trauben gedeihen an den Wänden des Hundezwingers. Auf der Streuobstwiese wachsen Äpfel, Birnen, Mirabellen, Kirschen, Walnuss, Quitten und Mispel (Mespilus germanica).
I
m Gewächshaus überwintern die Citrus, Oliven, Fruchtsalbei und unsere Pelargonien, deren Jungpflanzen auch hier herangezogen werden.
An das Treibhaus schmiegt sich "Carinas Garten". Dort blühen die Rosen an der geschützten Gewächshauswand besonders üppig. Eine Besonderheit hier ist der "lebende Zaun" aus Efeu.

Im hinteren Bereich ebenfalls angelehnt an das Gewächshaus befindet sich ein Sommerbeet mit Glasdach für Tomaten, Gurken und Zucchini.


Am unteren Ende zur Bachseite hin wächst rote Berberitze und zur Ackerseite trennt eine Hainbuchenhecke den Garten vom Feld. Über dem kleinen Gartentor streckt sich der Bogen aus Hainbuche.
Die Souvenirs des Ostseeurlaubes 2005 (mitgebrachte Pflanzen, Muscheln, Flintsteine) fanden im alten eisernen Wagenrad einen gebührenden Rahmen.
Im Halbschatten an der blauen Leiter unter Carinas Birke gedeihen seit 2004 viele unserer Funkien (Hosta) in Töpfen und Wannen.
Über große Schieferplatten führt der Weg durch den Minzepfad mit seinen verschiedenartigen Pfefferminzpflanzen zu einem ganz besonderen Dufterlebnis für alle Sinne. Dort kann man nach ausgiebiger Schnupperprobe die aromatischen Blättchen für die nächste eigene Teemischung ernten.
Rund um den Hundezwinger gesellen sich neben der Regentonne die anspruchlosen Taglilien (Hemerocallis) zueinander, die fast den ganzen Sommer blühen.

Hinter den Brombeeren verbirgt sich der geheime Ruheplatz mit dem Deckchair. Schon im Februar blühen dort die ersten Krokusse und etwas später das 'blaue Band' der Traubenhyazinthen. Auch hier unter dem Birnbaum wachsen viele unserer Funkien (Hosta) in Töpfen.
Davor steht das "Dornröschenbett" mit apricotfarbenen Rosen und dazu passenden Stauden und die bepflanzte Zinkbadewanne, ein Geschenk von unseren bayerischen Freunden. Manche Besucher spotten schon, ob wir diese "Schlafstelle samt Waschgelegenheit" auch vermieten.
Einige Schritte weiter wachsen seit Herbst 2004 weitere Schätze unserer Tagliliensammlung in einer weißen Badewanne unter dem Kirschbaum.


Der Italienische Garten ist ein abgeschlossenes Refugium mit kreuzförmigen Wegeachsen, in deren Mitte Amor die Szene überblickt. Auf der Steinbank inmitten von Oliven, Citrus, Salbei, Rosmarin usw. lässt es sich herrlich vom Süden träumen. Gegenüber hält sich Paula von Genova ihr Gewand fest. Sie residiert würdevoll vor der Wand üppiger Rosen, die alle vier Seiten des Gartens umgibt. Die symmetrischen Beete sind mit Buchsbaum eingefasst. Darin wachsen u.a. aufrechter Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus 'van Nees'), Ilex, Azaleen, weiße Hortensie (Hydrangea arborescens 'Annabelle') und Rose de Resht.

In das Weidenzimmer hinter der Hainbuchenhecke gelangt man durch einen Bogen aus wildem Wein, Clematis und Kletterrose. Hier wachsen einige botanische Kostbarkeiten, z.B. Tulpenbaum (Liriodendrum
tulipifera), Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia), Strauchpfingstrosen (Päonia suffriticosa), Mini-Flieder (Syringa meyeri 'Palibin') und Rotblättrige Blasenspiere (Physiocarpus opulifolius 'Diabolo'). Die Duftheckenkirsche (Lonicera x purpusii) blüht schon ab Dezember und verbreitet ihren Jasminduft bis in den April. Entlang des Zaunes bietet eine bunte Gemeinschaft aus Blütensträuchern, Rosen, Haseln und Zieräpfeln allerlei Vögel und Insekten Nahrung und Unterschlupf. Das Auge schweift durch die Äste nach draußen und umgekehrt ergeben sich überraschende Einblicke.
Gemütlich und schattig ist es in der Weidenlaube mit dem erhöhten Sitzplatz, dessen Grundform in dem runden Beet mit der Trockenmauer wieder aufgegriffen wurde. Die Weidenlaube gab diesem Gartenteil auch seinen Namen. Sie beherbergt neben der Sitzbank einen Topfgarten, u. a. mit Funkien (Hosta), Schaumblüte (Tiarella) und Purpurglöckchen (Heuchera).


Der Gemüsegarten ist Huberts Reich. Er ist im Stil der früheren Bauerngärten angelegt mit acht formalen Beeten um einen Mittelkreis, in dessen Zentrum der Zierapfel 'Red Sentinel' wächst. Die äußeren Grenzen bilden ein buntes Blumenbeet, ein Holzzaun, die Hainbuchenhecke mit dem Obstbeet und das Himbeerbeet mit dem Rosentor.
Im Obstbeet haben wir Heidelbeeren, Erdbeeren und schwarze Johannisbeeren gepflanzt und in der Ecke wächst der Rhabarber. Die acht Gemüsebeete wurden mit den Frühbeetelementen aus der ehemaligen Gärtnerei gebaut und können mit passenden Glasfenstern abgedeckt werden. Sie ermöglichen eine frühe Anzucht von allerlei verschiedenen Salaten und Gemüsesorten, z.B. Bohnen, Erbsen, Möhren, Kohlrabi, Radieschen und Zwiebeln. Dazwischen wachsen Petersilie, Schnittlauch, Dill, Rauke und auch einjährige Blumen für bunte Sträuße. Borretsch sät sich überall selbst aus, seine blauen und weißen Blütensterne locken unzählige Insekten und Schmetterlinge an.
In dem oberen Randbeet finden sich neben Blütenstauden und Rosen u.a. ein Korkleisten-Spindelstrauch (Euonymus alatus), ein Duft-Schneeball (Viburnum carlesii) und ein weißer Flieder. Entlang des Zaunes haben wir etliche Gehölze gepflanzt, die als Sichtschutz, duftendes Blütenmeer, Bienennahrung und Vogelunterkunft zugleich dienen.


Nun verlassen wir den Hausgarten und gehen die wenigen Schritte in den älteren Teil unseres Gartenreiches.
Durch ein altes Gartentor gelangt man in den ersten Abschnitt des "
Secret Garden", den Schattengarten mit seinen großen Bäumen. Die neue Buchsbaumhecke schirmt das Gelände nach oben zur Straße hin ab, gegenüber bildet ebenfalls eine hohe Buchsbaumhecke die "Wand" zum Feld. Vorne rechts und links des Einganges erinnern dichte Wildrosen an Dornröschen. Weiße Figuren in dunklen Nischen und blaue Kugeln in den Beeten begleiten die Bepflanzung in zarten Farben.
Auf der rechten Seite im Duftpavillion wohnt das Rosenmädchen. Er wird berankt von der Stauden-Clematis (Clematis Heracleifolia- Hybride 'Mrs. Robert Brydon') und ist umpflanzt mit Flieder, Rosen und duftenden Stauden. Ein Sitzplatz lädt zum Schnuppern und Träumen ein.
Links entlang des Mittelweges erstreckt sich die im Oktober 2008 angelegte "Einladung zum Sonntags-Kaffee". Hier wurde eine sehr gewagte und ganz außergewöhnliche  Pflanzengesellschaft zusammengestellt. Der Name lässt schon erahnen, dass hier nur Pflanzen und Sträucher wachsen, die in die Farbscala von Kaffee, Mokkatorte, (Zartbitter-) Schokolade, Vanilleeis und Sahne passen: Dunkellaubiges und Graubraunes kombiniert mit schwarzroten, bräunlichen, cremefarbenen oder weißen Blüten.
Vorbei am kleinen bunten Heucherabeet gelangt man durch einen Rosenbogen weiter zur Laube, in der ein Spiegel hinter Kletterhortensie und Blauregen geheimnisvolle Illusionen weiterer Gärten verheißt.

Der hintere Schattenpavillon bei der kleinen Steinbank gehört "der Badenden", die unter Ramblerrosen und Clematis inmitten von Funkien, Eisenhut, Geranium usw. steht. Der große Blauregen streckt seine langen Triebe bis hierhin und bildet ein grünes Dach über dem Ganzen.


Im Frühjahr 2006 erfüllte sich ein weiterer Traum:
Durch die Türen des Rosenbogens betritt man den
Weißen Senkgarten. Auf einer Fläche von etwa 40 m² wachsen hier viele weiß blühende und duftende Stauden und dekorative Blattpflanzen. Im Hintergrund vor der großen Buchshecke steht ein weiterer Rosenbogen, den sich Clematis und Rosen noch erobern werden. Die Seitenwände rundum sind mit Liguster bepflanzt. Holzpalisaden fassen den runden Sitzplatz in der Mitte ein und bilden auch die Begrenzung des oberen Beetes.

Einige Schritte weiter unter der Rambler-Rose "Lykkefund" hindurch öffnet sich das nächste Fenster:
Der romantische
Rosengarten ist ca. 20 m² groß, formal angelegt. Den Mittelpunkt bildet ein Buchsrondell um ein Pflanzgefäß auf einer Säule. Den Hintergrund bildet jetzt ein Flechtzaun nachdem die alte Thuja ersetzt werden musste. Auf der rechten Seite ist ein rosenberankter Zaun. Von vorne und links führen zwei kleine Wege über Thymian, Römische Kamille und Katzenminze zu einer Bank unter dem Rosenbogen. Gepflanzt wurden hier hauptsächlich Englische Rosen, ebenso Alte-, Strauch- und Floribunda-Rosen, einige Teehybriden und Rambler. Im Frühling blühen etliche Zwiebelblumen, Schlüsselblumen und Veilchen. Weil die Ramblerrosen das rechte Beet mittlerweile mit ihren Trieben überspannten und keine Sonne mehr durchließen, mickerten die dort wachsenden Rosen so sehr, dass wir sie austauschen mussten. Nun wachsen dort wieder "Rosen", doch jetzt sind es Christrosen und Lenzrosen, kombiniert mit Schattenstauden wie Funkien und Purpurglöckchen!

Gegenüber des Rosengartens steht auf einer kleinen Wiese die Feierabendbank vor der Rosenwand. Von dort streift der Blick über das Sonnenbeet und den Teichrand mit der imposanten Telekie.


Vor dem Insektenhotel haben wir mehrere große Zinkwannen aufgestellt. Diese sind überwiegend mit Präriestauden (Sonnenhut, Disteln, Präriegräsern u.a.) bepflanzt, die außerdem reichlich Nahrung für Insekten und Schmetterlinge bieten.


Im hinteren Eck des Gartens erreicht man die Terrasse, wo sich Rambler-Rosen, wilde Clematis und Geißblatt die Pergola über der großen Bank erobern. Davor haben weitere Zinkwannen mit  Taglilien und bunten Aurikeln ihren Platz gefunden. In einem Steintrog gedeihen Farne, Schaumblüte und Sterndolde. Zum Teich hin schließt sich ein Blumenbeet an, das von einer Trockenmauer eingefasst wird. Unter der Eberesche befindet sich der kleine "Zwergenwald". Dort wohnen zwischen weißem Lerchensporn (Corydalis cava), Sterndolden (Astrantia major) und Salomonssiegel (Polygonatum multiflorum) immer noch die Gartenzwerge unserer Kinder.


Der
Koiteich ist etwa 35 m² groß und 1,20 m tief. Er ist umgeben von hohen Gräsern, Sumpfiris und Wasserdost. Blutweiderich und Mädesüß sind von selbst eingezogen und versorgen Bienen und Schmetterlinge monatelang mit Nahrung. An der Rückseite wurde unter dem Flechtzaun zwischen Teich und Bach nach Art der 'Benjes-Hecken' ein Wall aus alten Eichenwurzeln und Reisig errichtet, der ein wertvolles Biotop bildet und als Winterquartier für die Amphibien und Igel dient.


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